• 20. Januar 2022

Neue “Gesellschaft für Digitale Gesundheit” der Psychiatrieverbünde Vitos, kbo, LVR, LWL treibt digitalen Wandel voran

LWL und LVR sind gemeinnütziger Gesellschaft beigetreten / Aufbau eines Patientenportals im Internet geplant.

Münster (lwl). Vier große bundesdeutsche Krankenhausträger wollen ein gemeinsames digitales Patientenportal aufbauen. Das Internetangebot soll Menschen mit psychischen Erkrankungen den Zugang zum psychiatrischen Versorgungssystem erleichtern und die Qualität der Behandlung optimieren.

Die Landschaftsverbände Westfalen-Lippe (LWL) und Rheinland (LVR) sind jetzt der eigens dafür gegründeten Gesellschaft beigetreten. Der hessische Krankenhausträger Vitos und die Kliniken des Bezirkes Oberbayern (kbo) waren bereits Gesellschafter.

Mit den Unterschriften von Martina Wenzel-Jankowski, Leiterin des LVR-Dezernats Klinikverbund und Verbund Heilpädagogischer Hilfen des LVR, und Prof. Dr. Meinolf Noeker, LWL-Krankenhausdezernent und Leiter des LWL-Psychiatrieverbunds Westfalen, wurde aus der bisherigen Vitos kbo digitale Gesundheit GmbH die Gemeinnützige Gesellschaft für digitale Gesundheit GDG mbH (GDG).

“Ziel der Gesellschaft ist es, den digitalen Wandel im Gesundheitswesen aktiv zu gestalten und voranzutreiben”, so Laura Kuhlmann, Geschäftsführerin der GDG und ergänzt: “Wir planen, im Laufe des Jahres 2022 das gemeinsame Patientenportal in Betrieb zu nehmen.”

“Eine Zusammenarbeit der großen Psychiatrieträger ist sinnvoll, um die anstehenden Digitalisierungsthemen voranzutreiben”, sind sich Reinhard Belling, Vitos Konzerngeschäftsführer, und Martin Spuckti, Vorstandsvorsitzender der Kliniken des Bezirks Oberbayern, einig, deren Träger bereits Gesellschafter waren, und ergänzen: “Wir freuen uns, dass wir jetzt den gemeinsamen Rahmen dafür geschaffen haben, um gemeinsam für unsere Patientinnen und Patienten einen zusätzlichen niedrigschwelligen Zugang zu unseren Leistungsangeboten zu entwickeln.”

Als öffentlich-rechtliche Krankenhausträger verfolgen die vier Verbünde keine kommerziellen Interessen. “Im Vordergrund unseres Handelns steht die optimale Versorgung von Patienten und nicht das Streben nach Gewinn”, erklärt Martina Wenzel-Jankowski, “mit der Gründung der neuen Gesellschaft wollen wir eine moderne Psychiatrie etablieren, die Patienten über Sektorengrenzen hinweg auch digital unterstützt und begleitet.”

“Alle beteiligten Klinikverbünde stehen für qualitativ hochwertige Behandlungs- und Informationsangebote, auf die Patient:innen und Angehörige vertrauen können”, so Prof. Dr. Meinolf Noeker.

Das neue Online-Angebot wird mehrere Funktionen erfüllen: Es wird Anlaufstelle für Betroffene und Angehörige rund um das Thema psychische Erkrankungen sein. Das Portal wird Patienten und Behandelnde vor, während und nach dem Klinikaufenthalt unterstützen. So werden Patienten schon zu Hause nötige Daten eingeben können oder Therapie begleitende Materialien erhalten. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Vernetzung der verschiedenen Akteure im Gesundheitswesen – von den Einweisern über Reha-Einrichtungen bis hin zu Selbsthilfegruppen und lokalen Beratungsstellen.

Mit dem neuen Portal erfüllen die vier Kooperationspartner eine gesetzliche Vorgabe: Bis 2025 müssen alle Krankenhäuser verpflichtend Patientenportale eingeführt haben. Das ist im Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) geregelt.

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