• 19. Dezember 2020

Lippische Industrie: kleiner Hoffnungsschimmer

In den 122 lippischen Betrieben des verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten wurden in den ersten zehn Monaten dieses Jahres ein Umsatz von 5,2 Milliarden Euro erwirtschaftet. Dies zeigt die aktuelle Auswertung der Daten des Statistischen Landesamtes (IT.NRW).

In einer Zeit, wo negative Meldungen im Vordergrund stehen, freut es Axel Martens, Hauptgeschäftsführer der Industrie und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe), dass die Talfahrt in der Industrie scheinbar gestoppt ist. „Die lippische Industrie hat in den letzten beiden Monaten wieder aufgeholt. Der Gesamtumsatz liegt aktuell „nur“ noch um 3,8 Prozent unter dem Niveau des gleichen Vorjahreszeitraums“, kommentiert Martens dieses Ergebnis. Bislang konnte die heimische Industrie nur im Monat März ein Umsatzplus melden. Nach Monaten mit zum Teil zweistelligen Umsatzrückgängen ist der Umsatz sowohl im September (+ 4,7 Prozent) als auch im Oktober (+ 2,8 Prozent) im Plus. Die lippische Industrie entwickelte sich darüber hinaus weitaus besser als der Landesdurchschnitt (- 10,7 Prozent), ergänzt der IHK-Vertreter.

Während der Inlandsumsatz von Januar bis Oktober dieses Jahres um 2,4 Prozent (NRW -8,9 Prozent) sank, schrumpfte der Export um fünf Prozent (NRW -12,7 Prozent). Mehr als jeder zweite Euro wird unverändert im Ausland erwirtschaftet. Die Zahl der Beschäftigten lag fast unverändert bei 27.372 Personen (NRW – zwei Prozent).

Mit Ausnahme der Nahrungs- und Futtermittelindustrie ist der Gesamtumsatz in sämtlichen Einzelbranchen rückläufig. In der Elektrotechnik, die mit 2,3 Milliarden Euro größte Einzelbranche in Lippe, ging der Umsatz um 2,1 Prozent zurück. In Lippes zweitgrößter Branche, der Kunststoffindustrie, sank der Umsatz um 0,8 Prozent. Dies war ausschließlich auf die negative Entwicklung des Exports zurückzuführen. Das Inlandsgeschäft betraf das Vorjahresniveau um 2,1 Prozent.

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