• 4. Februar 2021

Auch Bildung hat einen Wert

Seit dem Ende der Weihnachtsferien findet in den Schulen größtenteils Distanzunterricht statt. Diese Regelungen gelten zunächst noch bis zum 14. Februar. Wie es danach weiter geht, ist noch offen.

„Wir erwarten von der Politik, dass sie sich endlich von der vor allem in Schulen vorherrschenden Dichotomie des Präsenzunterrichts oder Distanzunterrichts für alle verabschiedet. Die Schulen müssen endlich die Möglichkeit erhalten, abhängig von der Infektionslage in der Kommune, Modelle des Wechselunterrichts mit mehr oder weniger Wechseln einzuführen.“, fordert Stephan Osterhage-Klingler von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft im Bezirk Detmold. „Hierbei muss dann abhängig von den lokalen Gegebenheiten geschaut werden, wie die AHA-Regelungen und andere Infektionsschutzmaßnahmen am besten umzusetzen sind. Die von den kommunalen Inzidenzwerten abhängigen Empfehlungen des RKI sollten da ausschlaggebend sein.“

Die Schulen weiter geschlossen zu halten und gleichzeitig in vielen anderen Bereich beim Homeoffice eher auf Freiwilligkeit zu setzen, zeigt die derzeitige Schieflage der Maßnahmen. Aktuell wirken sich die Schulschließungen massiv auf die Kinder und Jugendlichen aus. Hier müssen endlich Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit auch die Kinder zumindest teilweise wieder Normalität erleben und die Bildungschancen der einzelnen nicht noch weiter auseinanderdriften. „Wenn wir so weiter machen wie bisher, werden unzählige Kinder und Jugendlichen weiter abgehängt. Es ist höchste Zeit hier endlich gegenzusteuern.“, ergänzt Stephan Osterhage-Klingler. Der GEW Forderung nach mehr pädagogischem und nichtpädagogischem Personal muss von der Landesregierung endlich entsprochen werden.

Das ist sicherlich mit zusätzlichen Kosten verbunden, aber viele Kolleg*innen sind bereits jetzt an der Belastungsgrenze angekommen. Gerade Bildung stellt einen zentralen Wert in unserer Gesellschaft dar, das muss auch in der derzeitigen, schwierigen Situation maßgebend sein.
Die Schulen benötigen schnellstmöglich Informationen wie es weitergehen soll. Der 15. Februar ist nicht mehr weit weg.

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