• 26. Oktober 2023

Monolog mit meinem »asozialen« Großvater

Monolog mit meinem »asozialen« Großvater

Ein Häftling in Buchenwald – Theaterprojekt von & mit Harald Hahn.

Das Theaterstück “Monolog mit meinem »asozialen« Großvater” behandelt die oft vergessene Opfergruppe der sogenannten »Asozialen« während der NS-Zeit. Während dieser Zeit betrachteten die Nationalsozialisten Menschen, die vermeintlich dem »Volkskörper« schadeten, als »asozial«. Diese Kategorie umfasste oft Menschen aus der »Unterschicht«, wie Arme, Obdachlose, Suchtkranke, Prostituierte und Arbeitslose. Jeder, der nicht in das System passte, wurde ausgegrenzt.

In diesem sehr persönlichen Erzähltheater führt der Autor einfühlsame Monologe mit seinem verstorbenen Großvater Anton Knödler, der als Häftling in Buchenwald inhaftiert war. Er spricht über das Familiengeheimnis, die Scham und die Zeit in Buchenwald. Harald Hahn schlüpft in die Rolle eines SS-Mannes und verwandelt sich zurück in das Kind, das er einst war. Ein schwäbischer Hausmeister kommentiert das Geschehen und schafft so eine Verbindung zwischen Geschichte, Schauspieler und scheinbar unbeteiligten Zuschauerinnen und Zuschauern. Die aufgeworfenen Fragen sollen alle Anwesenden aktiv einbeziehen und regen zum Nachdenken an.

Die Aufführung dauert etwa 60 Minuten und wird von einem anschließenden Publikumsgespräch abgeschlossen. Hier haben die Zuschauerinnen und Zuschauer die Möglichkeit, mit den Künstlern über das Stück und die Themen, die es behandelt, zu diskutieren.

Veranstaltungsinformationen:

Theatervorführung: “Monolog mit meinem »asozialen« Großvater”
Ein Häftling in Buchenwald
Veranstaltungsort: Stadtteilzentrum Bürgerwache, Rolandstr. 16, 33615 Bielefeld
Datum: Donnerstag, 16. November 2023
Saal: Raum 007, EG
Barrierefreier Zugang
Einlass: 18:30 Uhr / Beginn: 19:00 Uhr
Eintritt: 8,00 € / 5,00 € (ermäßigt)
Kartenvorbestellung unter: kultur@bi-buergerwache.de
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter: asozialer-grossvater.de

Dieses Theaterstück bietet eine einzigartige Gelegenheit, sich mit einem oft vergessenen Aspekt der NS-Zeit auseinanderzusetzen und die persönlichen Geschichten der Opfer zu erfahren. Es ist eine Veranstaltung, die zum Nachdenken anregt und den Dialog über diese wichtige historische Periode fördert. Besuchen Sie diese bewegende Theatervorführung und lassen Sie sich von der Darstellung und den Monologen mitreißen.

Foto: Peter Steudtner

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