• 28. April 2021

IHK-Positionspapier fordert Unterstützung für Tourismusbranche

Die Industrie- und Handelskammern (IHK) Ostwestfalen zu Bielefeld und Lippe zu Detmold haben ihr neues Positionspapier „Tourismus Teutoburger Wald 2021+“ verabschiedet. In dem Papier formulieren die beiden IHKs einen Forderungskatalog, der die Rahmenbedingungen für den Tourismus, insbesondere nach Corona, langfristig verbessern soll. Dazu zählen beispielsweise die erhöhte Wertschätzung durch den dargestellten Nutzen des Tourismus für die einheimische Bevölkerung, die Fachkräftesicherung und -gewinnung und die Bündelung der touristischen Kräfte durch verstärkte regionale Kooperationen.

Der Teutoburger Wald biete vielen Touristen durch gastliche Angebote, einzigartige Sehenswürdigkeiten und eine abwechslungsreiche Natur ein attraktives Urlaubs- und Freizeitangebot. „Zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland sorgten bis zum Lockdown im März 2020 für bedeutende Umsätze in der Region und sicherten damit Einkommen und Arbeitsplätze. Die Tourismuswirtschaft in Ostwestfalen-Lippe leistet somit einen wichtigen Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Situation in der Region“, sagt Petra Pigerl-Radtke, Hauptgeschäftsführerin der IHK Ostwestfalen. Nach der Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus“ des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr e. V. (DWIF), München, erzielte das Tourismusgewerbe im Teutoburger Wald 2019 einen Bruttoumsatz von 3,08 Milliarden Euro.

Der Tourismus ist eine klassische Querschnittsbranche, betonen die beiden IHKs. Neben dem Gastgewerbe profitierten auch andere Wirtschaftsbereiche, wie der Einzelhandel und weitere Dienstleister, sowie die Kommunen durch Gewerbesteuereinnahmen. Darüber hinaus tragen die touristische Infrastruktur, die Freizeiteinrichtungen, die Gastronomie und die Hotellerie dazu bei, dass die Region auch bei der Akquise neuer Arbeitskräfte punkten könne.

„Die Corona-Krise wird vermutlich deutliche Spuren in der Tourismuswirtschaft hinterlassen. Umso wichtiger ist es, diesen Wirtschaftszweig durch die Schaffung von guten Rahmenbedingungen aktiv zu unterstützen“, fordert Axel Martens, Hauptgeschäftsführer der IHK Lippe zu Detmold, von der Politik in der Region.

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