• 14. März 2023

Autopanne vermeiden: So beugen Sie geschickt vor

Autopanne vermeiden: So beugen Sie geschickt vor
Mit wenig Aufwand können Fahrer das Pannenrisiko senken.

Autopannen treten oft in den ungünstigsten Fällen ein und rauben Autofahrer:innen Zeit und Nerven. In vielen Fällen lassen sie sich durch etwas Weitsicht und ein paar Handgriffe vermeiden – das gilt für Verbrenner genauso wie für E-Autos. ATU-Experte Franz Eiber verrät, wie Fahrzeughalter:innen das Pannenrisiko geschickt und ohne großen Aufwand minimieren können.

Batterie schonen

Sowohl bei Verbrennern als auch bei E-Autos ist die 12-Volt-Batterie statistisch gesehen am häufigsten von Pannen betroffen. Vor allem Temperaturextreme in beide Richtungen machen ihr dabei zu schaffen und verkürzen die Lebensdauer erheblich. „Alle Fahrstrecken unter zehn Kilometern gehen mit einer hohen Belastung für die Autobatterie einher, da diese nicht vollständig aufgeladen werden kann. Autofahrer:innen sollten deshalb wo möglich auf Kurzstrecken verzichten“, weiß ATU-Experte Franz Eiber. Gerade bei älteren Batterien bietet sich vor allem im Winter an, große Stromverbraucher wie Fernlicht oder Mediasysteme erst bei eingeschaltetem Motor zu verwenden – das schont die Fahrzeugbatterie. Auf Nummer sicher gehen Fahrer:innen, wenn sie ihre Batterie in regelmäßigen Abständen von ihrer Werkstatt checken lassen. Tipp: Mit einem Starthilfekabel oder Starthilfe-Booster im Kofferraum ist das Auto schnell wieder mobil.

Regelmäßige Wartung

KFZ-Mechaniker untersucht das Auto von unten.

„Ungewöhnliche Geräusche, Leistungsverlust und Veränderungen im Fahrverhalten sind oft erste Anzeichen einer bevorstehenden Panne. Es empfiehlt sich daher, das Fahrzeug bereits bei kleinsten Anzeichen überprüfen zu lassen, um Folgeschäden und teure Reparaturen zu vermeiden“, rät der Fachmann. Besonders Verschleißteile wie Zündkerzen, Keil- oder Zahnriemen, die Kupplung oder auch die Lichtmaschine sind dabei pannenanfällig. In regelmäßigen Abständen sollten Fahrer:innen auch die Füllstände von Öl und Kühlflüssigkeit überprüfen und die Betriebsflüssigkeiten bei Bedarf auffüllen. Für die Lebensdauer des Motors ist das Öl von großer Bedeutung. Deshalb sind die Intervalle für den Ölwechsel unbedingt einzuhalten.

Tank- und Akkuanzeige im Auge behalten

Tankanzeige

Etwa fünf bis zehn Prozent aller Fahrzeugpannen gehen bei Verbrennern auf einen leeren Tank und bei E-Autos auf einen entladenen Akku zurück. „Fahrer:innen sollten deshalb häufig einen prüfenden Blick auf die Tank- bzw. Akkuanzeige werfen und sich über Ladepunkte und Tankstellen auf der jeweiligen Route erkundigen“, erklärt Eiber. Bleibt das Fahrzeug aufgrund eines leeren Tanks stehen, können auf der Autobahn sogar 70 Euro und ein Punkt fällig werden. Auch das falsche Betanken des fahrbaren Untersatzes taucht in der Pannenstatistik auf. Um garantiert den richtigen Kraftstoff zu tanken, empfiehlt sich ein prüfender Blick in den Tankdeckel oder ins Serviceheft. Dort findet man einen Hinweis auf den richtigen Kraftstoff.

Vorsicht beim Abschleppen von E-Autos

Auto auf Abschleppfahrzeug.

Das Abschleppen von Elektrofahrzeugen stellt sich als durchaus problematisch dar und kann dem Fahrzeug erheblichen Schaden zufügen. Da Elektromobile keinen Leerlauf haben, wird beim Bewegen der Reifen über eine Achse noch Energie im Elektromotor erzeugt. „Ohne eingeschaltete Bordsysteme kann es zu hohen Induktionsspannungen kommen, die die Steuerungselektronik beschädigen. Die Folge ist ein Überspannungsschaden“, erklärt Experte Eiber. In der Regel ist es unproblematisch, das Pannen-E-Fahrzeug ein kleines Stück zu schieben. Dies sollte sich jedoch auf ein Minimum beschränken. Besser ist es, den Pannendienst zu rufen, der den Stromer dann verlädt.

Reifenschäden vermeiden

Junger Mann wechselt das Rad am Wagen.

Zu den häufigsten Pannenursachen gehören Reifenschäden aufgrund eines zu niedrigen Luftdrucks. Daher empfiehlt es sich, den Reifendruck alle zwei Wochen zu prüfen. Neuere Fahrzeugmodelle haben dazu ein integriertes Reifendruckkontrollsystem, das bei zu niedrigen Werten warnt. Für den Fall der Fälle ist ein Ersatz- oder Notrad die erste Wahl. Alternativ kann auch ein Reifenpannenset mit Dichtmittel gute Dienste leisten. Hier sollte man regelmäßig die Haltbarkeit überprüfen, da diese Mittel ein Ablaufdatum haben.

Alle aktuellen Informationen finden Sie unter www.atu.de.

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